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Was ist BARF?

Die Abkürzung BARF bedeutet biologisch artgerechtes rohes Futter. Bei dieser Ernährungsform stellt der Besitzer die Ration aus rohen, frischen Zutaten selbst zusammen. Die Zusammensetzung ahmt den Aufbau eines Beutetieres durch die Zugabe weiterer Futterkomponenten nach.
Kritiker dieser Fütterungsform prangern an, daß BARF nicht bedarfsdeckend ist. Das hängt damit zusammen, daß die Begriffe "Rohfütterung" und BARF zusammen verwendet werden, aber zwei völlig verschiedene Dinge sind. Wer seinen Hund/Katze einfach nur mit rohem Fleisch füttert, macht ihn auf Dauer krank.
Mangelerscheinungen, Nierenprobleme und andere fütterungsbedingte Erkrankungen entstehen. Diese Tiere werden jedoch ohne Konzept mit rohen Zutaten gefüttert und nicht gebarft. BARF ist ein Fütterungskonzept, das sich an der ursprünglichen Lebensweise der Tiere orientiert und deshalb die Bezeichnung "artgerecht" trägt.

 

Warum BARF?

Viele Hunde und Katzen vertragen zunehmend kein Fertigfutter mehr. Die darin enthaltenen Farb,- Geruchs- und Konservierungsstoffe, z.T. auch Futtermilben, lösen Intoleranzen und Allergien aus.
Die Symptome hierfür sind Verdauungsbeschwerden, Juckreiz, Hautreaktionen, "Rückwärtsniesen", wiederkehrende Durchfälle oder breiiger Stuhl. BARF ist die natürlichste, artgerechteste Ernährungsform für Hunde und Katzen.
Oft bringt allein die Umstellung auf BARF ein Abklingen oder eine Verminderung der oben genannten Symptome.

 

NRC-Bedarfswerte und BARF

Das NRC (National Research Council) ist eine Organisation aus den USA, die wissenschaftliche Studien zusammenträgt und daraus Bedarfswerte für verschiedene Tiere ableitet. Dadurch werden Herstellern von Fertigfuttern Bedarfswerte zur Verfügung gestellt. Deshalb orientieren sich diese Werte an der Zusammenstellung von kommerziellem Fertigfutter und nicht an BARF.
Wenn man die Zusammensetzung von BARF und Fertigfutter vergleicht, wird klar, warum die ermittelten NRC-Werte für BARF nicht erfüllt werden können (und auch nicht müssen), denn die Versuchshunde, an denen die Studien durchgeführt wurden, bekamen bis zu 80% (!) Getreide zu fressen. In Getreide ist Phytat enthalten, was die Aufnahme bestimmter Substanzen (wie z.B  Mangan, Zink, Phosphor und Calcium) behindert. Bei BARF wird wenig bis kein Getreide gefüttert, so daß die Aufnahme dieser Substanzen natürlich wesentlich besser funktioniert. Desweiteren liegt die Bioverfügbarkeit bei BARF sehr viel höher, so daß der Körper Nährstoffe wesentlich besser aufnehmen kann.

 

Futterplan und Nährwertdeckung

Bei Barf Futterplänen werden gewöhnlich die derzeit gültigen wissenschaftlichen NRC-Bedarfswerte für Hunde und Katzen nicht erreicht. Dies betrifft bei ausgewachsenen Tieren insbesondere den Zink-und Manganbedarf, bei Tieren im Wachstum zusätzlich noch den Calcium- und Phosphorbedarf. Ein tatsächlicher Mangel an diesen Nährstoffen kann beim Tier gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Zu beachten ist jedoch, daß die genannten Bedarfswerte eine Bioverfügbarkeit der Nährstoffe von nur 10-50% berücksichtigen, also davon ausgegangen wird, daß 50-90% der aufgenommenen Nährstoffe nicht vom Körper resorbiert werden.
Tierhalter die barfen, gehen davon aus, daß ein Futterplan, der sich am Aufbau eines Beutetieres orientiert, trotz Nichterfüllung einiger NRC-Werte keine Mangelerscheinungen hervorruft, weil die Nährstoffe bei BARF besser aufgenommen werden. Die zuvor erwähnte Bioverfügbarkeit ist nämlich wesentlich höher als in den NRC-Bedarfswerten berücksichtigt wurde.

 

Warum ist eine Futterplanerstellung sinnvoll?

Damit Ihr Tier alle Nährstoffe bekommt, die es braucht, müssen einige Dinge berücksichtigt werden und auch Futterzusätze werden benötigt.
ich berechne Ihnen einen individuellen Futterplan für ihr Tier und einen Beispielplan für eine Woche, der ihnen die erste Zeit die Handhabung erleichtert. Wenn man richtig barfen möchte, ist eine korrekte Futterplanerstellung sehr wichtig, damit es nicht zu Mangelerscheinungen und daraus resultierenden Krankheiten kommt.

 

Ist es nicht kompliziert, sein Tier zu barfen?

Viele Leute sind von dieser vermeintlich aufwendigen Ernährungsform abgeschreckt. So kompliziert ist es aber gar nicht.
Sie bekommen von mir einen Ernährungsplan über eine Woche, mit der von Ihnen gewünschten Anzahl Mahlzeiten pro Tag berechnet, was die ganze Sache wesentlich vereinfacht.
Aber Sie werden sehen, BARF ist keine Zaubererei, und wenn Sie sich erstmal an diese Art zu füttern gewöhnt haben, auch gar nicht mehr kompliziert.

 

Barfen bei Tieren mit gesundheitlichen Problemen

Falls Ihr Tier gesundheitliche Probleme hat, ist es sinnvoll, bestimmte Kräuter und/oder Supplemente zu füttern, diese werden von mir individuell im BARF-Plan "Plus" auf die Bedürfnisse Ihres Tieres zusammengestellt.

 

Eine Kombination mit Akupunktur kann in bestimmten Fällen sehr hilfreich sein. Sprechen Sie mich bitte einfach an!

 

 

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© Joke Stange